WILLKOMMEN BEI GNOM, GRUPPE FÜR NEUE MUSIK BADEN

Die nächste Veranstaltung findet am 2. September statt.



Freitag, 2. September 2016, Historisches Museum, 20 Uhr
Historisches Museum Baden
Landvogteischloss, Wettingerstrasse 1, 5400 Baden

Mondrian Ensemble – Italien I


Giacinto Scelsi: Trio à cordes (1958)
Stefano Scodanibbio: Composte terre für Violine und Viola (1992)
Salvatore Sciarrino: Codex purpureus für Streichtrio (1983)
Pierluigi Billone: ITI KE MI für Viola (1995)

Mondrian Ensemble:
Ivana Pristašovà, Violine; Petra Ackermann, Viola; Karolina Öhman, Violoncello



Mondrian Ensemble: Ivana Pristašovà, Petra Ackermann, Karolina Öhman © Fuentes


Das Mondrian Ensemble gehört zu den renommiertesten Ensembles der
Schweizer Musikszene. Im Historischen Museum Baden wird das Ensemble in
Streichtriobesetzung auftreten und setzt den Fokus seines Programms auf vier
italienische Komponisten.

Zum Auftakt des Programms erklingt ein Klassiker der Moderne, das Trio à cordes
von Giacinto Scelsi. Das Trio à cordes gehörte zu Scelsis ersten Versuchen einer
nicht deduzierbaren Musik: er versuchte das Streichtrio wie ein unbekanntes
Instrument neu zu erfinden. Eine Arbeitsweise, die Pierluigi Billone in seinen
Werken auf die Spitze treibt, indem er einen wahren Katalog an neuen Spiel-
techniken erfindet und erforscht. „Seine radikale Gangart hat ihn dahin geführt,
unerhörte Klangwelten zu erforschen und eigene instrumentale Techniken zu
entwickeln. Aber zur selben Zeit befinden sich seine Inspirationsquellen in einer
archaischen Welt, in einem Universum der Sakralität, als wenn bei ihm die
fortschrittlichste Position der Moderne die Essenz des Phänomens Musik selbst
erreichen würde.“ (Philipp Albéra) Von Billone erklingt das Violastück ITI KE MI.
Das Stück für Violine und Viola Composte terre von Stefano Scodanibbio verblüfft
durch seine berauschende Klangfülle, die durch ein Höchstmass an komplexer
spieltechnischer Virtuosität erzielt wird. Codex purpureus von Salvatore Sciarrino
bezieht sich auf eine griechische Handschrift des Evangeliums aus dem sechsten
Jahrhundert und ist in seiner fragmentierten Klangsprache ein Werk von
berückender Schönheit.


www.mondrianensemble.ch