Konzerte in der Saison 2021



ABGESAGT!



Donnerstag 6. Mai 2021, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Das Konzert «Theo Bleckmann meets Mondrian Ensemble»
muss leider abgesagt werden und wird im Frühjahr 2022 nachgeholt.



Der Sänger, Stimm-Performer und Komponist Theo Bleckmann wird mit dem
Mondrian Ensemble ein neues Projekt entwickeln. Für Theo Bleckmann und das
Mondrian Ensemble komponieren die Schweizer Komponisten Christoph Gallio
und Dominique Girod sowie der amerikanische Komponist Robert Honstein neue
Werke für Stimme und Streichtrio. Das Programm wird mit einer Eigenkompositionen von Theo Bleckmann abgerundet.

Theo Bleckmann ist ein ausserordentlicher Künstler mit einer aussergewöhnlichen
Stimme, der im Grenzbereich von Jazz, neuer elektronischer Musik und
Performance arbeitet. In Deutschland geboren, lebt er seit 1989 in New York und
hat unter anderen mit Laurie Anderson, Meredith Monk, Anthony Braxton, Philip
Glass und John Zorn Projekte realisiert. Er wurde für sein Schaffen mit
zahlreichen Preisen ausgezeichnet und für den GRAMMY® nominiert, 2017
erschien bei ECM die CD «Elegy».

Als „kühne Brückenbauerinnen“ wurden die Musikerinnen des Mondrian
Ensembles bezeichnet, als sie 2018 den Schweizer Musikpreis erhielten.
Fäden zu spinnen, die sich ohne Rücksicht auf gewachsene Gräben durch die
Musikgeschichte ziehen und die Auseinandersetzung mit neuer und neuester
Musik ist den Musikerinnen ein ebenso wichtiges Anliegen wie die Beschäftigung
mit dem klassisch-romantischen Repertoire. Gegründet im Jahr 2000 in Basel, hat
das Ensemble einen wertvollen Beitrag zum zeitgenössischen Musikschaffen
geleistet und zahlreiche Werke uraufgeführt.

Christoph Gallio: The Ocarina Chapter for String trio plus voice (2020/21, UA)
Dominique Girod: As above, so below (2021, UA)
Robert Honstein: Neues Werk für Stimme und Streichtrio (2021, UA)
Theo Bleckmann: Eigenkompositionen (2010-2020, Auswahl)




Samstag, 5. Juni 2021, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

JOHN CAGE (1912-1992)
Yoko Sawa spielt „Sonatas and
Interludes“ für präpariertes Klavier


Die von John Cage zwischen 1946 und 1948 komponierten „Sonatas and
Interludes“ für präpariertes Klavier sind eines der bekanntesten und bei Hörern
wie Interpreten beliebtesten Werke des Komponisten.

Die in Zürich lebende Pianistin Yoko Sawa wird das ganze Werk (ca. 70 Minuten)
aufführen. Eine Seltenheit! John Cage, der sich in den 1940er Jahren intensiv mit
indischer Philosophie auseinander gesetzt hatte, versuchte mit den Miniaturen die
permanenten Emotionen der hinduistischen Tradition musikalisch zu fassen: "das
Heroische, das Erotische, das Wunderbare, das Heitere, Kummer, Furcht , Zorn,
Hass und die gemeinsame Richtung zur Ruhe hin."




Freitag, 29. Oktober 2021, 20 Uhr
Galerie 94, Bruggerstrasse 37, Merker-Areal, 5400 Baden

Konzert für Posaune und Elektrische Gitarre. Duo Fairbairn – Goepfert


Der Amerikanische Posaunist Kevin Fairbairn spielt zusammen mit dem in Baden lebenden Gitarristen Coleman Goepfert seit einigen Jahren in der Ensemblebesetzung Posaune-Elektrische Gitarre. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, das für diese Besetzung sehr spärliche Repertoire zu erweitern und voranzutreiben.

Für das aktuelle Projekt wurden zwei Türkische Komponisten (Dülger, Uzunselvi)
vom Duo und dem Istanbul Composers Collective auserwählt, ein Stück für die
Besetzung Posaune und Gitarre zu schreiben. Die Kompositionen wurden Ende
2019 in Istanbul uraufgeführt.
Das Programm wird mit je einem für das Duo komponierten Werk von Santiago Diez-Fischer und Mauro Hertig sowie einem Solo für Posaune von Zeynep
Toraman ergänzt.

Mauro Hertig (*1989) Neues Werk, UA
Zeynep Toraman Neues Werk für Posaune Solo, UA
Santiago Tomás Díez Fischer synthetic yellow trip, UA
Onur Dülger (*1980) Le salut des sons (neue Fassung 2020)
Mehmet Ali Uzunselvi (*1980) Tunxh Tela (neue Fassung 2020)




Freitag, 12. November 2021, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Quatour Bozzini spielt Jürg Frey


Das Quatour Bozzini aus Montreal werden das 2. und 3. Streichquartett des
Aargauer Komponisten Jürg Frey interpretieren.

Seit seiner Gründung 1999 ist das Quatour Bozzini ein unermüdlicher Botschafter
für zeitgenössische Musik. Über 180 Komponisten haben für die vier
Musiker*innen Auftragskompositionen geschrieben, rund 300 Werke wurden von
ihnen bereits uraufgeführt. Regelmäßige Konzerttourneen führen sie nicht nur
durch Canada, die USA und Südamerika, sondern auch nach Europa.




Samstag, 11. Dezember 2021, 20 Uhr
Royal Baden, Bahnhofstrasse 39, 5400 Baden

John Menoud (avec la présence fantomatique de Ruedi Hausermann):
RANDOLPH NAVIGATION.



"In der Zeit ab dem ersten Confinement im Frühjahr 2020 wurde klar, dass wir
langfristige Projekte aufsetzen müssen, Projekte, für die das Konzert nicht mehr
Selbstzweck ist, sondern ein Durchgangsmoment in einem Projekt, das sich über
mehrere Monate oder sogar mehrere Jahre erstreckt. Dieser Gedanke erlaubt es
uns natürlich, eine nützliche und konstruktive Arbeit ins Auge zu fassen, auch in
dem Fall, dass wir sie leider nicht mit einem gegenwärtigen Publikum teilen
können."

Unendliche Form, unbestimmtes Genre, Randolph-Navigation ist ein neues
Klangobjekt im Aufbau, das spezifisch für die Vorstellung von John Menoud und
die Klänge der NEC-Musiker ist.
Wie Handwerker haben die Mitglieder des Ensembles seit Dezember 2020 daran
gearbeitet, diese Formen und Skizzen, diese Melodien und Harmonien, diese
Rhythmen und Gesten zu formen, die uns die Musik von John Menoud bietet. Ein
langfristiges Gemeinschaftswerk, bei dem die Sensibilität und Musikalität jedes
Einzelnen auf die Spitze getrieben wird, um in einem originellen 13-stimmigen
polyphonen Ensemble hör- und spürbar zu werden. Wenn Kurt Schwitters'
Merzbau (eine bewohnbare Architektur aus gefundenen Objekten und nach und
nach hinzugefügten Blöcken) ein musikalisches Äquivalent hätte, wäre es
sicherlich die Galerie Randolph.

Sein rätselhafter Titel bezieht sich auf zwei Orte: La Galerie Randolph, das
Arbeitsatelier des Musikers Ruedi Hausermann, offene Inspiration für dieses
Projekt, und Rue de la Navigation, das Arbeitsatelier von John Menoud. Das
Zusammentreffen über unseren Köpfen, im Unbewussten und Imaginären, von
zwei Orten, zwei Persönlichkeiten, die sich nie physisch getroffen haben.

John Menoud ist ein Komponist und Multiinstrumentalist. Seine musikalischen
Wurzeln kommen aus dem Death-Metal, dem Free Jazz, der improvisierten Musik
und der konkreten Musik. In den letzten zwanzig Jahren hat er in vielen Bands mit
unterschiedlicher Ästhetik gespielt: Free Jazz, Rock, Noise, italienischer Pop,
moderne äthiopische Musik usw., während er als Komponist für verschiedene
Ensembles sowie für elektroakustische Musik arbeitet.
Seit langem pflegt er ein ausgeprägtes Interesse an den künstlerischen
Avantgarden und insbesondere an jenen, die auf der Tangente oder am Rande
der dominanten Kultur geblieben sind.
Gleichzeitig sammelt er alte und moderne Volksmusik aus der ganzen Welt; eine
Recherche, die es ihm ermöglicht, sich mit seinen Lieblingsthemen zu verbinden
und in Resonanz zu gehen.
Er hat eine musikalische Show mit dem Titel Giallo Oscuro kreiert, die eine
Hommage an das goldene Zeitalter des italienischen Liedes in den 50er und 60er
Jahren und an den Film Noir darstellt und Analogien zur dunklen Seite der
Unterhaltungswelt und ihren gefallenen Stars, den Stimmen der Toten, Glanz und
Dekadenz schafft.

Das Nouvel Ensemble Contemporain (NEC) wurde vor 25 Jahren in La Chaux-de-
Fonds gegründet. Die Projekte von NEC verbinden Musik, Tanz, Theater,
Literatur, Fotografie, Kino, Video und bildende Kunst. NEC zögert nie, die
Grenzen der Genres zu überschreiten, die Zusammenarbeit mit Musikern
aus allen Horizonten, vom Barock bis zur Elektronik, über Folklore zu suchen.

Violons: Daniel Meller + Jonas Grenier
Alto: Céline Portat
Cello: Esther Monnat
Contrebasse: Noelle Reymond
Percussion: Antonin Jaccard
Trompette: Alain Bertholet
Cor: Romain Flumet
Trombone: Martial Rosselet
Flute: Susanne Peters
Cor anglais: Claire-Pascale Musard
Clarinette: Jean-François Lehmann
Saxophone: Vincent Daoud

Mise en son: Antoine Françoise
Création lumières: Léon Jodry